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Pain au chocolat auf Reisen

Mittwoch, 3. Dezember 2008 at 23:34

Zeit verweilt nicht. Zeit beeilt sich. Und im DĂ€mmerlicht auf einem beinfreiheitsfreien Bussitz kauernd dĂ€mmerte es auch mir, dass ich nun bald das Törchen, auf dem “Halbzeit” vermerkt ist, passieren werde und dass die Zeit, die mir hier noch bleibt, kĂŒrzer sein wird, als die, die ich bereits genossen habe. Das klingt ganz schön komisch. Ist aber so. Daher habe ich auch begonnen, meine freien Tage fĂŒr kleine und große AusflĂŒge zu nutzen. Ich spazierte mit Maike und Paulin durch ein laubbedecktes London, wanderte zwei Tage durch Birmingham und voller EntzĂŒcken ĂŒber den dortigen “deutschen” Weihnachtsmarkt, fand in Kidlington einen riesigen Sainsbury’s (von nun an mein Lieblingssupermarkt!), tuckerte mit Maike zum Schaufenstershopping nach Bicester, dieses Wochenende verbrachte ich herzerwĂ€rmende Tage bei GrĂ©gory in Northampton und heute fĂŒhrte mich mein Tagesticket mit dem Bus zunĂ€chst nach Swindon, wo ich endlich meine National Insurance Number beantragt habe. Weil mir die Stadt aber weniger spannend erschien, entschied ich mich zu einer Fahrt weiter nach Cheltenham, einem feinen Ort in Gloucestershire, an den ich im nĂ€chsten Jahr im FrĂŒhling noch einmal zurĂŒckkehren möchte, denn heute war es einfach viel zu kalt fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Entdeckungstour. Ähnliches plane ich mit Cirencester, mein Weg fĂŒhrte mich durch dieses wunderschöne StĂ€dtchen und auch sonst hĂ€tte ich den Busfahrer nicht selten gerne um eine kurze Rast gebeten um Fotos von der herrlichen Landschaft, durch die wir fuhren, zu knipsen. Sanfte HĂŒgel mit grasenden Schafen, sich dahinziehende Felder umsĂ€umt von stillen Waldabschnitten, pittoresker HĂ€user aus Kalkstein mit verwinkelten Dachkanten und das alles getunkt im Licht einer tiefstehenden Sonne. So schön!

Auch sonst sollte ich wieder mehr Fotos machen. Und ich möchte wieder hĂ€keln und basteln, nur fehlen mir hier so viele Materialien, die ich daheim ganz selbstverstĂ€ndlich in meinen Schubladen beherberge. Dennoch ist kĂŒrzlich ein Adventskalender entstanden und ich plane mit weiteren netten Dingen. :)

Bevor sie nun aber erfriert, verabschiedet sich eure Frau Frostbeule und verspricht, zukĂŒnftig wieder vermehrte BeitrĂ€ge zur Verkostung freizustellen! Also bis demnĂ€chst zum Start von Teil 2 der spannendsten Geschichten aus dem Oxfordland.

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von caroline

Sitting around at school during my day off

Freitag, 31. Oktober 2008 at 16:35

Ich entschuldige mein abruptes Entschwinden von der Bildflaeche, doch ich bin weiterhin wohlauf und erfreue mich bester Gesundheit (vom zweiten Anflug einer fiesen Erkaeltung einmal abgesehen). Ungluecklicherweise versaeumte ich in meinem letzten Eintrag von meinem Umzug in eine Gastfamilie zu berichten, bei der ich nun drei Wochen gemeinsam mit Maike und Matthias in einem winzigen Zimmerchen gehaust habe, leider ohne Internet und daher ohne Lebenszeichen. Am Sonntag koennen wir dann nun endlich in unsere eigene Wohnung ziehen, worueber ich mich schon irrsinnig freue! Am 11.11., puenktlich zum Anbeginn der Narrenzeit, wird dann ein Mensch von Virgin vorbeikommen und uns Wireless Lan einrichten und spaetestens dann kann ich auch wieder regelmaessig ueber alles Kuriose und Famose, das ich hier erlebe, Kunde tun.

Den Job im Delikatessenladen habe ich letztendlich bekommen und seit drei Wochen arbeite ich dort nun auch schon recht fleissig. Fuenf Tage die Woche, acht Stunden am Tag. Ich schmiere Brote fuer hungrige Maeuler, sei es fuer den direkten Verzehr oder das Aufgebot im Kuehlregal zum Mitnehmen, braue koffeinhaltige Getraenke, sorge fuer adrett arrangierte Waren, wienere Geschirr, Boden und Waende bis alles blitzt und blinkt und fange an vor Begeisterung herumzuqietschen, wenn die Weihnachtslieferung das Lager mit deutschen Stollen, Zimtsternen und Lebkuchenherzen fuellt! Da huepft und quiekt das Kind und bekommt ganz strahlende Aeuglein.
Auch meine Mitarbeiter sind wirklich nett und international angehaucht: Leslie und Sebastien aus Frankreich, Sand aus Libanon, Liz aus Suedafrika und Georgina und Steven aus England. Ich bekomme so viel Kaffee und Tee wie ich mag und in meiner Pause kann ich fuer lau ein eigenkreiertes Sandwich verspeisen. Sehr zum Vorteile meines Geldbeutels!

Zudem stellt sich langsam die Frage, was man mit seiner Zeit um Weihnachten herum anfangen moechte. Am 25. und 26. Dezember habe ich gluecklicherweise ohnehin frei, da der Laden geschlossen ist. Nun muss ich nur hoffen, dass ich um diese Tage drumherum irgendwann frei bekomme, denn ich mag sehr gerne ein paar Tage zu meinen Eltern an den Tegernsee. Demnaechst weiss ich also hoffentlich mehr darueber.

Und nun wird jegliches Denken auf unseren Umzug am Sonntag gerichtet, worauf Maike, Matthias und ich schon sehnlichst zusteuern, endlich ein eigenes Zuhause, wo man sich zurueckziehen kann, sich wohlfuehlen kann! Kuschelige Abendstunden bei Tee und Gebaeck, nicht mehr laenger die Zahnbuerste vom Zimmer ins Bad und wieder zuruecktragen, eine angeschaltete Heizung, sauberes Geschirr im Wandregal und himmlische Ruhe in der Nacht ohne plaerrend lautes Telefongeschwaetz, das aus dem Wohnzimmer hervordringt. Sonntag Sonntag Sonntag!

Und bis ich mich wieder regelmaessig melden kann, wuensche ich allen fleissigen Mitleserinnen und Mitlesern herrliche Herbsttage! Bis demnaechst.

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von caroline