Happy new year!

Liebste Leserschaft,

ein taufrisches neues Jahr steht vor dem Gartentörchen und möchte recht herzlich begrüßt werden! Deshalb: auf ein famoses, kunterbuntes, glückspendendes und einzigartiges 2009, das allen das bringen möge, was Männlein und Weiblein sich davon wünschen und erträumen!
Und wie gerne schmiedet man Pläne für das neue Jahr. Anfang Februar möchten Maike und ich (und Matthias, falls er ebenfalls frei bekommt), für drei Tage nach Schottland fahren, uns Edinburgh ansehen und die Highlands erkunden, worauf ich mich schon unheimlich freue! Falls wir es schaffen, möchten wir zu dritt auch noch Ausflüge nach Manchester und Liverpool unternehmen und sowieso gibt es noch so vieles auf dieser großen Insel zu entdecken.
Aber auch rückblickend waren die letzten Wochen alles andere als ereignisarm. Neben dem umfangreichen Weihnachtsgeschäft und einer Vielzahl verwunderlicher Kunden ließen meine Kollegen und ich es uns nicht nehmen, nach getaner Arbeit in den direkt gegenüber unseres Ladens gelegenen Pub zu purzeln und in amüsanter Runde alkoholische Blubbergetränke zu verköstigen, über alles mögliche zu plaudern und sich insgesamt noch besser kennen zu lernen. Mittlerweile ist mir diese bunte Truppe wirklich sehr ans Herz gewachsen und ich möchte keinen dieser Charaktere mehr missen!
Und noch weniger möchte ich meine beiden Mitbewohner nach meinem England-Aufenthalt wieder hergeben. Während anfangs vielleicht jeder eher mit einer Zweckgemeinschaft gerechnet hätte, erfreuen wir uns inzwischen harmonierender Dreisamkeit. Wir können zusammen Oxford unsicher machen oder einfach gemütlich die Tagesschau gucken, Großputz veranstalten oder die Küche zum Schlachtfeld erklären, lachen und weinen und erzählen und zuhören. Wenn Maike heimkommt und ein fröhliches Hello die Treppe hinaufschickt oder Matthias die Zimmertür einen Spaltbreit öffnet und Carol, rise and shine flüstert um mich aufzuwecken, dann fühle ich mich daheim.

Und zwar war ich über Weihnachten nicht daheim, aber wie jedes Jahr mit meinen Eltern am Tegernsee, nur mit dem einzigen Unterschied, dass ich dieses Mal nicht mit meinen Eltern, sondern seperat von England anreiste. Spannend und schlafraubend zugleich gestalteten sich Hin- und Rückreise, wobei mehr zweiteres in eine mittelschwere Odyssee ausatmete. Ein Kleinkind, das versehentlich als Erwachsener eingecheckt worden war, verursachte eine einstündige Versptätung meines Fliegers, ich verpasste den letzten Bus von Heathrow nach Oxford und nachdem ich, leicht konfus, dreimal die Untergrundbahn zum Paddington-Bahnhof gewechselt hatte, brachte mich dort, um 0.21 Uhr des bereits zweiten Tages im neuen Jahr, ein Zug zum angepeilten Bahnhof, aus dem ich nur noch müde auf ein Taxi zusteuerte, einen voll mit Heimatmitbringeln und bester Importware (Tee! Niveacreme! Zahnpasta von TheraMed!!) gepackten Koffer nur noch lieblos hinter mir herzerrend, und mich bis Summertown hochfahren ließ. Ein aufregender Abschluss einer wunderschönen Woche, die ich gemeinsam mit meinen Eltern in einem diesmal nicht allzu schneereichen Rottach-Egern verbrachte. Die Wiedersehensfreude war groß, meine Mutter drückte mir am Flughafen sogar ein Röschen in die Hand und dann hörten wir garnicht mehr auf, uns gegenseitig alles mögliche aus den letzten Tagen, Wochen und Monaten zu berichten. Weiterhin genoss ich Speis und Trank (ein Brezel pro Tag musste sein!), frische Seeluft, Münchner Großstadtatmosphäre, deutsche Tageszeitungen, Dinge, die es in England einfach nicht gibt (man wird hier ja sehr heimatverliebt und schreit schon frohlockend auf, wenn auf der Arbeit von Frankfurter sausages oder German mustard die Rede ist) und hatte einfach eine tolle und entspannte Zeit. Und gut war vor allem die Tatsache, dass ich nicht zu Hause in Wiesbaden gewesen bin, ansonsten wäre es mir vermutlich sehr schwergefallen, ein weiteres Mal Abschied nehmen zu müssen..

Ein wenig steckt die Reise noch in meinen Knochen und ein Blick auf die Uhr mahnt mich zum Licht ausknipsen, daher verabschiede ich mich nun fürs erste nach Lummerland und wünsche allen eine gute Nacht! Bonne nuit et à bientôt.

3 Kommentare to “Happy new year!”


  1. Liebe Caroline,

    ich wünsche Dir ein ereignisreiches, schönes und munteres neues Jahr, noch mehr spannende Ausflüge, Durchhaltevermögen sowie Spaß bei der Arbeit und eine tolle Zeit mit Deinen Mitstreitern in Oxford, an die Du gerne zurückdenken wirst.

    Gleichzeitig möchte ich mich für Dein Weihnachtsgeschenk bedanken, das unerwarteterweise unter dem Christbaum lag und mich umso mehr erfreute. Da ich mich derzeit in der kalten Schweiz befinde, steht mir die Mütze nicht nur gut, sondern wärmt mich jeden Tag aufs Neue.

    Auch ich gehöre zu den stillen, aber aufmerksamen Lesern Deiner Geschichten und freue mich immer wieder von Dir zu lesen. Ich wünsche Dir, dass alles weiterhin harmonisch verläuft und Dunoch viele weitere neue Entdeckungen machst und Geschichten erlebst.

    Viele Grüße aus der Schweiz,
    Philipp

  2. Hans Peter Schenkel sagt:

    Hallo Caroline,
    schön über deine ereignisreichen Tage zu lesen.
    Ein glückliches, erfolgreiches und frohes neues Jahr 2009 wünschen
    Hans Peter und Odile Schenkel

  3. caroline sagt:

    coucou,
    vielen lieben dank für die glückwünsche. :)
    und das freut mich ja sehr, dass dich das mützchen fein wärmen kann, philipp! :D
    diese woche wartete auch ein päckchen für mich auf meinem bettlein, worüber ich mich unheimlich gefreut habe, das ist sehr lieb! die karte mit den netten worten hat bereits einen ehrenplatz gefunden und sobald ich einen nagel finde, findet auch der kalender einen gebürtigen ort! heute abend möchte ich auch dem hörbuch lauschen, worauf ich mich schon freue. :)
    die allerliebsten grüße und nochmals dankeschön,
    caroline


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