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	<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 00:23:10 +0000</pubDate>
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		<title>Wanderlust</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 00:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>

		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich verschlug es mich für zwei Tage nach York. Nach dreieinhalb Stunden Zugfahrt stieg ich bei herrlichstem Sonnenschein in einer atemberaubend schönen Stadt aus, in der ich mich von der ersten Minute an pudelwohl fühlte. Mein Weg führte mich entlang der Stadtmauer hin ins Zentrum, wo ich das Kunst- und das Castle Museum besuchte, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich verschlug es mich für zwei Tage nach York. Nach dreieinhalb Stunden Zugfahrt stieg ich bei herrlichstem Sonnenschein in einer atemberaubend schönen Stadt aus, in der ich mich von der ersten Minute an pudelwohl fühlte. Mein Weg führte mich entlang der Stadtmauer hin ins Zentrum, wo ich das Kunst- und das Castle Museum besuchte, mit großen Augen durch mittelalterliche Gässchen stapfte, bei Betty Kaffee trank und die 275 Stufen hinauf zum Aussichtsturm des Münsters bestieg, wo ich einen atemberaubenden Ausblick genießen durfte. Mein Herz hüpfte weiterhin, als ich auf dem Weg zu meiner Bleibe über Nacht an einer Vielzahl architektonischer Schmuckstücke entlangspazierte. Auch der Weg entlang des Flusses Ouse bereitete mir unheimlich viel Freude und ich kann nur sagen, dass ich wirklich tolle Tage in dieser Stadt verlebte!</p>
<p><img class="alignnone" title="york" src="http://www.like-a-bird.com/wordpress/bilder/Januar2009/York/york_01.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Und puff, zog der Januar an mir vorüber. Und ich beginne bereits, die Zeit nach England zu planen. Ich denke, dass ich Mitte März meine Arbeit im Delikatessenladen beenden und bereits in der ersten oder zweiten Aprilwoche wieder nach Hause kommen werde. Denn wenn ich ehrlich bin, sehne ich mich nach der Heimat, auch wenn ich mich in Oxford wirklich sehr wohl fühle. Aber ich möchte auch, dass es wieder ein Stückchen weitergeht und will nicht an gleicher Position, am gleichen Ort zu lange verharren. Im Juni werde ich als freiwillige Helferin beim Deutschen Turnfest in Frankfurt teilnehmen und bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin habe ich mich ebenfalls als Volunteer beworben. Das wäre wirklich ein Traum, wenn das klappen würde. Ansonsten möchte ich mich wieder daheim nach einem Neben-, Teilzeitjob oder Praktikum umsehen und hoffe, dass ich das dann mit meinen mir vorschwebenden Reiseaktivitäten unter einen Hut bekommen kann. Und dann darf ich mich auch schon bald um einen Studienplatz bewerben. Das wird auch nochmal eine spannende Geschichte!</p>
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		<title>Happy new year!</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 00:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebste Leserschaft,
ein taufrisches neues Jahr steht vor dem Gartentörchen und möchte recht herzlich begrüßt werden! Deshalb: auf ein famoses, kunterbuntes, glückspendendes und einzigartiges 2009, das allen das bringen möge, was Männlein und Weiblein sich davon wünschen und erträumen!
Und wie gerne schmiedet man Pläne für das neue Jahr. Anfang Februar möchten Maike und ich (und Matthias, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebste Leserschaft,</p>
<p>ein taufrisches neues Jahr steht vor dem Gartentörchen und möchte recht herzlich begrüßt werden! Deshalb: auf ein famoses, kunterbuntes, glückspendendes und einzigartiges 2009, das allen das bringen möge, was Männlein und Weiblein sich davon wünschen und erträumen!<br />
Und wie gerne schmiedet man Pläne für das neue Jahr. Anfang Februar möchten Maike und ich (und Matthias, falls er ebenfalls frei bekommt), für drei Tage nach Schottland fahren, uns Edinburgh ansehen und die Highlands erkunden, worauf ich mich schon unheimlich freue! Falls wir es schaffen, möchten wir zu dritt auch noch Ausflüge nach Manchester und Liverpool unternehmen und sowieso gibt es noch so vieles auf dieser großen Insel zu entdecken.<br />
Aber auch rückblickend waren die letzten Wochen alles andere als ereignisarm. Neben dem umfangreichen Weihnachtsgeschäft und einer Vielzahl verwunderlicher Kunden ließen meine Kollegen und ich es uns nicht nehmen, nach getaner Arbeit in den direkt gegenüber unseres Ladens gelegenen Pub zu purzeln und in amüsanter Runde alkoholische Blubbergetränke zu verköstigen, über alles mögliche zu plaudern und sich insgesamt noch besser kennen zu lernen. Mittlerweile ist mir diese bunte Truppe wirklich sehr ans Herz gewachsen und ich möchte keinen dieser Charaktere mehr missen!<br />
Und noch weniger möchte ich meine beiden Mitbewohner nach meinem England-Aufenthalt wieder hergeben. Während anfangs vielleicht jeder eher mit einer Zweckgemeinschaft gerechnet hätte, erfreuen wir uns inzwischen harmonierender Dreisamkeit. Wir können zusammen Oxford unsicher machen oder einfach gemütlich die Tagesschau gucken, Großputz veranstalten oder die Küche zum Schlachtfeld erklären, lachen und weinen und erzählen und zuhören. Wenn Maike heimkommt und ein fröhliches <em>Hello</em> die Treppe hinaufschickt oder Matthias die Zimmertür einen Spaltbreit öffnet und <em>Carol, rise and shine</em> flüstert um mich aufzuwecken, dann fühle ich mich daheim.</p>
<p>Und zwar war ich über Weihnachten nicht daheim, aber wie jedes Jahr mit meinen Eltern am Tegernsee, nur mit dem einzigen Unterschied, dass ich dieses Mal nicht mit meinen Eltern, sondern seperat von England anreiste. Spannend und schlafraubend zugleich gestalteten sich Hin- und Rückreise, wobei mehr zweiteres in eine mittelschwere Odyssee ausatmete. Ein Kleinkind, das versehentlich als Erwachsener eingecheckt worden war, verursachte eine einstündige Versptätung meines Fliegers, ich verpasste den letzten Bus von Heathrow nach Oxford und nachdem ich, leicht konfus, dreimal die Untergrundbahn zum Paddington-Bahnhof gewechselt hatte, brachte mich dort, um 0.21 Uhr des bereits zweiten Tages im neuen Jahr, ein Zug zum angepeilten Bahnhof, aus dem ich nur noch müde auf ein Taxi zusteuerte, einen voll mit Heimatmitbringeln und bester Importware (Tee! Niveacreme! Zahnpasta von TheraMed!!) gepackten Koffer nur noch lieblos hinter mir herzerrend, und mich bis Summertown hochfahren ließ. Ein aufregender Abschluss einer wunderschönen Woche, die ich gemeinsam mit meinen Eltern in einem diesmal nicht allzu schneereichen Rottach-Egern verbrachte. Die Wiedersehensfreude war groß, meine Mutter drückte mir am Flughafen sogar ein Röschen in die Hand und dann hörten wir garnicht mehr auf, uns gegenseitig alles mögliche aus den letzten Tagen, Wochen und Monaten zu berichten. Weiterhin genoss ich Speis und Trank (ein Brezel pro Tag musste sein!), frische Seeluft, Münchner Großstadtatmosphäre, deutsche Tageszeitungen, Dinge, die es in England einfach nicht gibt (man wird hier ja sehr heimatverliebt und schreit schon frohlockend auf, wenn auf der Arbeit von <em>Frankfurter sausages</em> oder <em>German mustard</em> die Rede ist) und hatte einfach eine tolle und entspannte Zeit. Und gut war vor allem die Tatsache, dass ich nicht zu Hause in Wiesbaden gewesen bin, ansonsten wäre es mir vermutlich sehr schwergefallen, ein weiteres Mal Abschied nehmen zu müssen..</p>
<p>Ein wenig steckt die Reise noch in meinen Knochen und ein Blick auf die Uhr mahnt mich zum Licht ausknipsen, daher verabschiede ich mich nun fürs erste nach Lummerland und wünsche allen eine gute Nacht! Bonne nuit et à bientôt.</p>
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		<title>Pain au chocolat auf Reisen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 22:34:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zeit verweilt nicht. Zeit beeilt sich. Und im Dämmerlicht auf einem beinfreiheitsfreien Bussitz kauernd dämmerte es auch mir, dass ich nun bald das Törchen, auf dem &#8220;Halbzeit&#8221; vermerkt ist, passieren werde und dass die Zeit, die mir hier noch bleibt, kürzer sein wird, als die, die ich bereits genossen habe. Das klingt ganz schön komisch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit verweilt nicht. Zeit beeilt sich. Und im Dämmerlicht auf einem beinfreiheitsfreien Bussitz kauernd dämmerte es auch mir, dass ich nun bald das Törchen, auf dem &#8220;Halbzeit&#8221; vermerkt ist, passieren werde und dass die Zeit, die mir hier noch bleibt, kürzer sein wird, als die, die ich bereits genossen habe. Das klingt ganz schön komisch. Ist aber so. Daher habe ich auch begonnen, meine freien Tage für kleine und große Ausflüge zu nutzen. Ich spazierte mit Maike und Paulin durch ein laubbedecktes London, wanderte zwei Tage durch Birmingham und voller Entzücken über den dortigen &#8220;deutschen&#8221; Weihnachtsmarkt, fand in Kidlington einen riesigen Sainsbury&#8217;s (von nun an mein Lieblingssupermarkt!), tuckerte mit Maike zum Schaufenstershopping nach Bicester, dieses Wochenende verbrachte ich herzerwärmende Tage bei Grégory in Northampton und heute führte mich mein Tagesticket mit dem Bus zunächst nach Swindon, wo ich endlich meine National Insurance Number beantragt habe. Weil mir die Stadt aber weniger spannend erschien, entschied ich mich zu einer Fahrt weiter nach Cheltenham, einem feinen Ort in Gloucestershire, an den ich im nächsten Jahr im Frühling noch einmal zurückkehren möchte, denn heute war es einfach viel zu kalt für eine größere Entdeckungstour. Ähnliches plane ich mit Cirencester, mein Weg führte mich durch dieses wunderschöne Städtchen und auch sonst hätte ich den Busfahrer nicht selten gerne um eine kurze Rast gebeten um Fotos von der herrlichen Landschaft, durch die wir fuhren, zu knipsen. Sanfte Hügel mit grasenden Schafen, sich dahinziehende Felder umsäumt von stillen Waldabschnitten, pittoresker Häuser aus Kalkstein mit verwinkelten Dachkanten und das alles getunkt im Licht einer tiefstehenden Sonne. So schön!</p>
<p>Auch sonst sollte ich wieder mehr Fotos machen. Und ich möchte wieder häkeln und basteln, nur fehlen mir hier so viele Materialien, die ich daheim ganz selbstverständlich in meinen Schubladen beherberge. Dennoch ist kürzlich ein Adventskalender entstanden und ich plane mit weiteren netten Dingen. <img src='http://www.like-a-bird.com/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bevor sie nun aber erfriert, verabschiedet sich eure Frau Frostbeule und verspricht, zukünftig wieder vermehrte Beiträge zur Verkostung freizustellen! Also bis demnächst zum Start von Teil 2 der spannendsten Geschichten aus dem Oxfordland.</p>
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		<title>Sitting around at school during my day off</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 15:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ich entschuldige mein abruptes Entschwinden von der Bildflaeche, doch ich bin weiterhin wohlauf und erfreue mich bester Gesundheit (vom zweiten Anflug einer fiesen Erkaeltung einmal abgesehen). Ungluecklicherweise versaeumte ich in meinem letzten Eintrag von meinem Umzug in eine Gastfamilie zu berichten, bei der ich nun drei Wochen gemeinsam mit Maike und Matthias in einem winzigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich entschuldige mein abruptes Entschwinden von der Bildflaeche, doch ich bin weiterhin wohlauf und erfreue mich bester Gesundheit (vom zweiten Anflug einer fiesen Erkaeltung einmal abgesehen). Ungluecklicherweise versaeumte ich in meinem letzten Eintrag von meinem Umzug in eine Gastfamilie zu berichten, bei der ich nun drei Wochen gemeinsam mit Maike und Matthias in einem winzigen Zimmerchen gehaust habe, leider ohne Internet und daher ohne Lebenszeichen. Am Sonntag koennen wir dann nun endlich in unsere eigene Wohnung ziehen, worueber ich mich schon irrsinnig freue! Am 11.11., puenktlich zum Anbeginn der Narrenzeit, wird dann ein Mensch von Virgin vorbeikommen und uns Wireless Lan einrichten und spaetestens dann kann ich auch wieder regelmaessig ueber alles Kuriose und Famose, das ich hier erlebe, Kunde tun.</p>
<p>Den Job im Delikatessenladen habe ich letztendlich bekommen und seit drei Wochen arbeite ich dort nun auch schon recht fleissig. Fuenf Tage die Woche, acht Stunden am Tag. Ich schmiere Brote fuer hungrige Maeuler, sei es fuer den direkten Verzehr oder das Aufgebot im Kuehlregal zum Mitnehmen, braue koffeinhaltige Getraenke, sorge fuer adrett arrangierte Waren, wienere Geschirr, Boden und Waende bis alles blitzt und blinkt und fange an vor Begeisterung herumzuqietschen, wenn die Weihnachtslieferung das Lager mit deutschen Stollen, Zimtsternen und Lebkuchenherzen fuellt! Da huepft und quiekt das Kind und bekommt ganz strahlende Aeuglein.<br />
Auch meine Mitarbeiter sind wirklich nett und international angehaucht: Leslie und Sebastien aus Frankreich, Sand aus Libanon, Liz aus Suedafrika und Georgina und Steven aus England. Ich bekomme so viel Kaffee und Tee wie ich mag und in meiner Pause kann ich fuer lau ein eigenkreiertes Sandwich verspeisen. Sehr zum Vorteile meines Geldbeutels!</p>
<p>Zudem stellt sich langsam die Frage, was man mit seiner Zeit um Weihnachten herum anfangen moechte. Am 25. und 26. Dezember habe ich gluecklicherweise ohnehin frei, da der Laden geschlossen ist. Nun muss ich nur hoffen, dass ich um diese Tage drumherum irgendwann frei bekomme, denn ich mag sehr gerne ein paar Tage zu meinen Eltern an den Tegernsee. Demnaechst weiss ich also hoffentlich mehr darueber.</p>
<p>Und nun wird jegliches Denken auf unseren Umzug am Sonntag gerichtet, worauf Maike, Matthias und ich schon sehnlichst zusteuern, endlich ein eigenes Zuhause, wo man sich zurueckziehen kann, sich wohlfuehlen kann! Kuschelige Abendstunden bei Tee und Gebaeck, nicht mehr laenger die Zahnbuerste vom Zimmer ins Bad und wieder zuruecktragen, eine angeschaltete Heizung, sauberes Geschirr im Wandregal und himmlische Ruhe in der Nacht ohne plaerrend lautes Telefongeschwaetz, das aus dem Wohnzimmer hervordringt. Sonntag Sonntag Sonntag!</p>
<p>Und bis ich mich wieder regelmaessig melden kann, wuensche ich allen fleissigen Mitleserinnen und Mitlesern herrliche Herbsttage! Bis demnaechst.</p>
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		<title>Alle Wege führen nach Summertown</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 20:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>

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		<description><![CDATA[Unverhofft kommt nicht selten oft! Leicht frustriert dank weiterhin ausbleibender Anrufe setzte ich mich am Montagnachmittag trotzig in den Bus nach Summertown, mir nichts als weiteres erfolgloses Abgrasen verschiedenster Ladenlokale in Aussicht stellend und marschierte ohne mich großartig umzublicken in das erste Geschäft hinein, an dessen Schaufenster ich einen Aushang mit der Aufschrift Vacancies erblickte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unverhofft kommt nicht selten oft! Leicht frustriert dank weiterhin ausbleibender Anrufe setzte ich mich am Montagnachmittag trotzig in den Bus nach Summertown, mir nichts als weiteres erfolgloses Abgrasen verschiedenster Ladenlokale in Aussicht stellend und marschierte ohne mich großartig umzublicken in das erste Geschäft hinein, an dessen Schaufenster ich einen Aushang mit der Aufschrift <em>Vacancies</em> erblickte. Hups, dachte ich, denn erst als meine Lippen die übliche Frage nach freien Vollzeitstellen formten, fiel mir überhaupt erst auf, wo ich eigentlich gelandet war. Hinter der Thekenvitrine lagerten allerlei Käsesorten, Oliven und andere Delikatessen, das Kühlregal offerierte weitere Spezialitäten, schräg gegenüber brummte geruhsam die große Kaffeemaschine und als mich eine der Angestellten in den hinteren Bereich des Ladens zum Manager führte, machte eine weitere Verkäuferin dem hibbeligen Kunden gerade ein beneidenswertes Sandwich zurecht. Der hervorschlüpfende Manager fragte mich einige allgemeine Dinge, drückte mir ein Bewerbungsformular in die Hände und wies mich an, auf einem der Hochstühle Platz zu nehmen und vor Ort alles in Ruhe auszufüllen. Er gab mir einen Stift und ich schrieb. Es kam mir vor, als vergingen Stunden, in denen ich die beiden Seiten durchlas und sorgsam meine Antworten notierte, als ich dann wieder zur hinteren Theke zurückkehrte und mir schon ein &#8220;Dankeschön, auf Wiesdersehen&#8221; ausmalte, war ich erstaunt, dass sich der mittelgroße Herr gleich alles aufmerksam durchlas und mir nach ein, zwei weiteren Fragen anbot am darauffolgenden Montag zum Probearbeiten vorbei zu kommen. Hatten meine Lauscher richtig vornommen - <em>trial shift</em>? Yes, they had! Mein Glück kaum fassend, purzelte ich aus dem Laden hinaus und belohnte mich erst einmal mit einem eisgekühlten Caramel Frappuchino bei Starbucks. Maike stand hinter der Kasse und ich konnte mir mein breites Honigkuchenpferdegrinsen kaum verkneifen. Endlich einen Schritt weiter!</p>
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		<title>Stellengesuch im fortgeschrittenen Verzweiflungsstadium</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 21:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>

		<category><![CDATA[Essen &amp; Trinken]]></category>

		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>

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		<description><![CDATA[Let&#8217;s talk about my fifth week in Oxford. Neben Abenden in der Karaokebar oder im Salsa Club, klapperte ich tagsüber die halbe Stadt auf der Suche nach potentiellen Arbeitgebern ab, hinterließ hier meinen Lebenslauf, füllte da Application Forms aus und - nichts. Kein Anruf, keine eMail, garnichts. Das ist schon ziemlich deprimierend, gerade hinsichtlich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Let&#8217;s talk about my fifth week in Oxford. Neben Abenden in der Karaokebar oder im Salsa Club, klapperte ich tagsüber die halbe Stadt auf der Suche nach potentiellen Arbeitgebern ab, hinterließ hier meinen Lebenslauf, füllte da Application Forms aus und - nichts. Kein Anruf, keine eMail, garnichts. Das ist schon ziemlich deprimierend, gerade hinsichtlich der Tatsache, dass ich nur noch eine Woche Unterricht habe und danach eigentlich arbeiten gehen wollte. Und das ja auch der Sinn des Programmes ist, das ich hier mache. Mein momentan einziger Trost ist, dass es Matthias vor drei Wochen genauso erging und er letztendlich doch noch bei Starbucks untergekommen ist. Also weiterhoffen und weitersuchen, wenn sich niemand meldet.</p>
<p>Gestern war ich dann erstmals auf eigene Faust London erkunden. Am Morgen sprang ich spontan und mit einer Einwegkamera bewaffnet in den Bus und knapp zwei Stunden später stieg ich an der Victoria Station aus, von wo aus ich mir meinen Weg Richtung Buckingham Palace, Trafalgar Square, Big Ben, ein bisschen Chinatown und Oxford Street bahnte. Ich bekam einen herrlichen ersten Eindruck von einer imposanten, pulsierenden Metropole und entgegengesetzt meiner vorherigen Vorstellung war die Stadt garnicht so eklig überlaufen und überfüllt wie angenommen. Als ich die Themse entlangwanderte, begegneten mir nur vereinzelte Passanten, sehr angenehm! Wieder in Einkaufslädennähe war es dann natürlich doch etwas voller, aber ich störte mich nicht weiter an den strömenden Massen und verlor mich lieber zwischen Kleiderständern bei Topshop und Urban Outfitters (wo ich ein T-Shirt und die unten zu sehende Tasse erstand). Insgesamt hatte ich einen sehr feinen Tag, nur für meinen nächsten Ausflug wünsche ich mir auch eine nette Begleitung. :o)</p>
<p>Dank betändigem Dauerniesel hatte ich heute dann ein ausgesprochenenen Gammeltag. Das Zimmer ein wenig aufgeräumt, mich mit den vielen neuen Mitbewohnern unterhalten und Einkäufe erledigt. Und obwohl ich eigentlich kein großer Freund von löslichem Kaffee bin, wanderte nun doch eine Dose Nescafé in den Warenkorb. Der Cap Colombie schmeckte sogar garnicht mal so schlecht und erspart mir demnächst hoffentlich die viel zu teuren Ausflüge in diverse Coffee-To-Go-Lokalitäten!</p>
<p><img class="alignnone" title="kaffeefreuden" src="http://www.like-a-bird.com/wordpress/bilder/Oktober2008/051008/01.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
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		<title>Wo die Zeit verweilt</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 22:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>

		<category><![CDATA[Bekanntschaften]]></category>

		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>

		<category><![CDATA[Wald und Wiesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo schweigende Leserschaft, hier bin ich mal wieder und schreibe hier so rum. Dank meines umfangreichen Kaffeekonsums dieser Tage verlassen nicht nur allerlei Pfunde fluchtartig meinen Geldbeutel, auch meine Zunge fühlt sich durch zu schnelles Cappucino schlürfen gestraft und hat sich einen Pelz zugelegt. Iiih mag man da schreien und mit erhobenen Zeigefinger mahnend in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo schweigende Leserschaft, hier bin ich mal wieder und schreibe hier so rum. Dank meines umfangreichen Kaffeekonsums dieser Tage verlassen nicht nur allerlei Pfunde fluchtartig meinen Geldbeutel, auch meine Zunge fühlt sich durch zu schnelles Cappucino schlürfen gestraft und hat sich einen Pelz zugelegt. Iiih mag man da schreien und mit erhobenen Zeigefinger mahnend in meine Richtung blicken, aber Mädchen weiß sich auch anderweitig zu helfen, ignoriert die Fuchtelei und kühlte ihren angebrannten Gaumen diesen Mittag alternativ mit einem geeistem Latte. Allen Temperaturen zum Trotz. Doch momentan kann ich nicht klagen, Regen macht sich dieser Tage rar und ich hoffe, das bleibt auch so, denn ich habe mir vorgenommen, die nächsten beiden Wochen, in denen ich noch Unterricht habe, mit dem Fahrrad zur Schule zu düsen, was ich heute auch erstmals erfolgreich in die Tat umgesetzt habe. Huiii, blies mir der Fahrtwind entgegen und auch meine Oberschenkel dankten es mir spätestens bei dem Versuch die Treppe zu meinem Klassenraum hinauf zu hüpfen. - Aber hö, wie kommt Mädchen denn an ein Fahrrad, fragt sich die aufmerksame Leserschaft vielleicht. Darüber ist schnell berichtet: in meiner zweiten Woche überkam es mich und ich kaufte mir einen blauen Drahtesel, den ich am Samstag nun endlich feierlich einweihte und gleich einmal 11 Kilometer bis zum nächsten Städtchen sauste und zurück.</p>
<p><img class="alignnone" title="fahrradtour nach abingdon" src="http://www.like-a-bird.com/wordpress/bilder/September2008/270908/01.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Zunächst führte mich mein Weg die Themse entlang, später weitete sich das Feld und ich fand mich in einem Niemandsland zwischen unberührten Grasbüscheln und in sich ruhende Strommasten wieder. Sie ist mir nun schon so oft begegnet und ich liebe einfach diese Weitläufigkeit, die man außerhalb des Stadtkerns überall finden kann, so viele Flächen, die nicht bebaut und weitestgehend unberührt geblieben sind, wo Kühe und Schafe weiden, wo niemand einen stört - ein Stückchen Weltvergessenheit und die Zeit scheint für einen Moment stillzustehen. Und man kann einfach nur sein.</p>
<p><img class="alignnone" title="fahrradtour nach abingdon" src="http://www.like-a-bird.com/wordpress/bilder/September2008/270908/02.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Am Sonntag besuchte ich Grégory in Northampton, der Zug brachte mich zügig an den Zielort meiner Reise und da wartete auch schon mein liebster Junge am Bahngleis auf mich. Er zeigte mir die Stadt und seine Arbeitstelle, wir verweilten im Park und ich lernte die anderen Freiwilligen des Kings Park kennen. Im Bus trafen wir zufällig ein freundliches Mädchen aus Berlin, spazierten mit ihr über den Unicampus und staunten über die Vielzahl an herumwuselnden Hasen. E war sehr fein einen Einblick in alles zu bekommen und nun bin ich wieder ein Stückchen schlauer geworden. Als es dämmerte, war es dann schon wieder Zeit für mich den Heimweg anzutreten, Grégory führte mich noch einmal an einen ganz besonders schönen Ort, an dem wir die gesamte Stadt überblicken konnten und wie gerne wäre ich noch etwas länger geblieben. Zwei Stunden später war ich zurück in Oxford und als ich den Bahnhof verließ und mir meinen Weg durch die nächtlichen Straßen suchte, überkam mich erstmals ein flüchtiges Gefühl daheim zu sein, anzukommen und bleiben zu wollen, unweigerlich der Gewissheit, dass viele mir wichtige Menschen in diesem Zuhause nicht oder nur selten bei mir sein können.</p>
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