Stellengesuch im fortgeschrittenen Verzweiflungsstadium
Let’s talk about my fifth week in Oxford. Neben Abenden in der Karaokebar oder im Salsa Club, klapperte ich tagsüber die halbe Stadt auf der Suche nach potentiellen Arbeitgebern ab, hinterließ hier meinen Lebenslauf, füllte da Application Forms aus und - nichts. Kein Anruf, keine eMail, garnichts. Das ist schon ziemlich deprimierend, gerade hinsichtlich der Tatsache, dass ich nur noch eine Woche Unterricht habe und danach eigentlich arbeiten gehen wollte. Und das ja auch der Sinn des Programmes ist, das ich hier mache. Mein momentan einziger Trost ist, dass es Matthias vor drei Wochen genauso erging und er letztendlich doch noch bei Starbucks untergekommen ist. Also weiterhoffen und weitersuchen, wenn sich niemand meldet.
Gestern war ich dann erstmals auf eigene Faust London erkunden. Am Morgen sprang ich spontan und mit einer Einwegkamera bewaffnet in den Bus und knapp zwei Stunden später stieg ich an der Victoria Station aus, von wo aus ich mir meinen Weg Richtung Buckingham Palace, Trafalgar Square, Big Ben, ein bisschen Chinatown und Oxford Street bahnte. Ich bekam einen herrlichen ersten Eindruck von einer imposanten, pulsierenden Metropole und entgegengesetzt meiner vorherigen Vorstellung war die Stadt garnicht so eklig überlaufen und überfüllt wie angenommen. Als ich die Themse entlangwanderte, begegneten mir nur vereinzelte Passanten, sehr angenehm! Wieder in Einkaufslädennähe war es dann natürlich doch etwas voller, aber ich störte mich nicht weiter an den strömenden Massen und verlor mich lieber zwischen Kleiderständern bei Topshop und Urban Outfitters (wo ich ein T-Shirt und die unten zu sehende Tasse erstand). Insgesamt hatte ich einen sehr feinen Tag, nur für meinen nächsten Ausflug wünsche ich mir auch eine nette Begleitung. :o)
Dank betändigem Dauerniesel hatte ich heute dann ein ausgesprochenenen Gammeltag. Das Zimmer ein wenig aufgeräumt, mich mit den vielen neuen Mitbewohnern unterhalten und Einkäufe erledigt. Und obwohl ich eigentlich kein großer Freund von löslichem Kaffee bin, wanderte nun doch eine Dose Nescafé in den Warenkorb. Der Cap Colombie schmeckte sogar garnicht mal so schlecht und erspart mir demnächst hoffentlich die viel zu teuren Ausflüge in diverse Coffee-To-Go-Lokalitäten!
