Inselfieber
And finally she arrived successfully in the UK! Die ersten beiden Tage meiner Reise waren sehr aufregend und ereignisreich und um nichts auszulassen, beginne ich meine kleine Berichterstattung auch mit Tag 1. An diesem Sonntagmorgen fiel es schwer, das volle Müslischüsselchen genüsslich auszulöffeln, zu sehr kreisten meine Gedanken um den sich anbahnenden Flug und Abschied von den Eltern und vor allem über das, was da nun so kommen möge. Doch erst einmal im Flugzeug sitzend, konnte ich es kaum erwarten, dass es endlich losginge und so tat mir British Airways den großzügigen Gefallen, seine Maschine mit einer halben Stunde Verspätung loszuschicken. Nagut. Entschädigt wurde ich durch eine letzte Ansicht des Rhein-Main-Gebietes im Miniaturformat, ich erkannte sogar das Biebricher Schloss, grinste beim Anblick des sich dahinschlängelnden Rheins und war baff, als er sich gefühlte wenige Minuten später in einem riesigen Delta im Meer verlief. Und ein weiteres Mal staunte ich über London. Oh mein Gott ist London riesig.
An der Central Bus Station musste ich mich dann schweren Herzens von Grégory verabschieden, der mit mir geflogen war, mich die letzten Stunden glücklicherweise durchgefüttert hatte und für den es nun Richtung Northampton ging, seinem eigenen Abenteuer entgegen. So saß ich nun allein im Bus nach Oxford, Gebüsch am Straßenrand zog teilnahmslos an mir vorüber und dann drückte ich auch schon den roten Knopf und fand mich in der St. Clements Street wieder. Der warden meiner residence holte mich an meiner Bushaltestelle ab, wir überquerten die Straße und schon spazierte ich in mein neues Heim für die nächsten sechs Wochen hinein. Hierzu erzähle ich später noch mehr.
Erster Abend, erster Ausflug, zu Fuß einfach mal immer geradeaus und binnen zehn Minuten war ich in der Innenstadt. Und ich verliebte mich sofort! Dem Enthusiasmus zum Trotz fing es dann leider an zu regnen, meinen Regenschirm hatte ich natürlich im Zimmer liegen lassen und mir blieb nichts anderes übrig als umzukehren. Müde wie ich war, legte ich mich dann ziemlich früh ins Bett und verfiel in einen flachen Schlaf. Und bevor ihr nicht gleich einschlaft, springe ich jetzt erst einmal unter die Dusche und erzähle später weiter. Bye.