Alle Wege führen nach Summertown
Unverhofft kommt nicht selten oft! Leicht frustriert dank weiterhin ausbleibender Anrufe setzte ich mich am Montagnachmittag trotzig in den Bus nach Summertown, mir nichts als weiteres erfolgloses Abgrasen verschiedenster Ladenlokale in Aussicht stellend und marschierte ohne mich großartig umzublicken in das erste Geschäft hinein, an dessen Schaufenster ich einen Aushang mit der Aufschrift Vacancies erblickte. Hups, dachte ich, denn erst als meine Lippen die übliche Frage nach freien Vollzeitstellen formten, fiel mir überhaupt erst auf, wo ich eigentlich gelandet war. Hinter der Thekenvitrine lagerten allerlei Käsesorten, Oliven und andere Delikatessen, das Kühlregal offerierte weitere Spezialitäten, schräg gegenüber brummte geruhsam die große Kaffeemaschine und als mich eine der Angestellten in den hinteren Bereich des Ladens zum Manager führte, machte eine weitere Verkäuferin dem hibbeligen Kunden gerade ein beneidenswertes Sandwich zurecht. Der hervorschlüpfende Manager fragte mich einige allgemeine Dinge, drückte mir ein Bewerbungsformular in die Hände und wies mich an, auf einem der Hochstühle Platz zu nehmen und vor Ort alles in Ruhe auszufüllen. Er gab mir einen Stift und ich schrieb. Es kam mir vor, als vergingen Stunden, in denen ich die beiden Seiten durchlas und sorgsam meine Antworten notierte, als ich dann wieder zur hinteren Theke zurückkehrte und mir schon ein “Dankeschön, auf Wiesdersehen” ausmalte, war ich erstaunt, dass sich der mittelgroße Herr gleich alles aufmerksam durchlas und mir nach ein, zwei weiteren Fragen anbot am darauffolgenden Montag zum Probearbeiten vorbei zu kommen. Hatten meine Lauscher richtig vornommen - trial shift? Yes, they had! Mein Glück kaum fassend, purzelte ich aus dem Laden hinaus und belohnte mich erst einmal mit einem eisgekühlten Caramel Frappuchino bei Starbucks. Maike stand hinter der Kasse und ich konnte mir mein breites Honigkuchenpferdegrinsen kaum verkneifen. Endlich einen Schritt weiter!














